Bürgerstiftung Sindelfingen
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Zuschlag wird zum Paukenschlag

23. Oktober 2011

Mit einem überragenden Ergebnis ist die Auktion der „Schlummernden Schätze“ – einem Gemeinschaftsprojekt der Bürgerstiftung Sindelfingen… …und des Breuningerlands – am Samstagabend zu Ende gegangen. Nach einwöchiger Ausstellung und abschließender Versteigerung der letzten, gespendeten Kunstwerke in der Einkaufswelt ist das Fazit eindeutig: Kaum für möglich gehaltene 118 der insgesamt 179 angebotenen Malereien, Druckgrafiken, Zeichnungen und Skulpturen haben neue Eigentümer gefunden. Der Kassensturz der Aktion ergab schließlich 21 400 Euro. Das Geld wird die Bürgerstiftung zweckgebunden in ihr Projekt „kreativ statt aggressiv“ investieren. Unter diesem Motto werden Maßnahmen einer inzwischen ausgearbeiteten Konzeption mit einer Vielzahl unterschiedlicher Angebote aus einem druckfrischen Katalog finanziert, die der zunehmenden Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen entgegenwirken sollen.
Professor Jürgen Hubbert war nach Abschluss der Auktion am Samstagabend sichtlich angetan. Der Vorstandsvorsitzende der Sindelfinger Bürgerstiftung freute sich „über einen durchlagenden Erfolg“ der Schlummernden Schätze. Besonders hoch schätzt der frühere Mercedes-Benz-Chef den Nutzen für künftige Aufgaben der Stiftung ein: „Der erzielte Geldbetrag bringt uns für unser „kreativ statt aggressiv“-Projekt in eine sehr komfortable Position. Der erste Schwung der geplanten Einzelmaßnahmen sollte bereits komplett gegenfinanziert sein: „Dafür möchten wir uns bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die Kunstwerke gespendet oder erstanden haben, ausdrücklich bedanken.“ Richtig sei es gewesen, Bilder und Skulpturen nicht nur bei einer Auktion zum Zuschlag frei zu geben, sondern über eine Woche im Breuningerland auszustellen und zu verkaufen: „Das bringt uns zu einem rundherum vollen Erfolg der Aktion.“ Das Konzept der Schlummernden Schätze hat sich als so tragfähig erwiesen, dass einer Wiederholung in den nächsten Jahren wenig entgegenstehen dürfte.

Maßgeblichen Anteil daran hat die Kooperation mit dem Breuningerland um Centermanager Joachim Trender. Für den Chef des Einkaufstempels hat sich die Ausstellung in seinen Räumlichkeiten gelohnt: „Wenn man bedenkt, dass die Erwartungshaltung in Bezug auf das Ergebnis bei der Hälfte lag, kann ich für uns festhalten, dass das Breuningerland seine Eignung auch als kommunikatives Zentrum und Galerie bewiesen hat. Das gemeinsame Projekt steht beiden Partnern gut zu Gesicht.“ Trender beurteilt den Erfolg der Versteigerungs-Premiere auch in seiner Funktion als Stiftungsrat der Bürgerstiftung: „Die Finanzierung für „kreativ statt aggressiv“ steht. Das macht mich sehr zufrieden.“

Ob Lüpperts, Bäuerle, Kupke oder Wittlinger – zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben Ihren persönlichen Schatz im Wert von 20 Euro bis 4.000 Euro in den Kategorien Malerei, Druckgrafik, Zeichnung, Skulptur und Sindelfingen im Breuningerland gefunden und direkt mit nach Hause nehmen können. Die Werke waren von Experten wie dem Grafenauer Galeristen Dr. Kuno Schlichtenmaier oder Sindelfingens Galerieleiter Otto Pannewitz geschätzt und entsprechend eingestuft worden. Interessierte konnten auch eigene Angebote abgeben, was bereits vor der Versteigerung häufig der Fall war.  Wer aber den Nervenkitzel haben wollte, kam um die Auktion mit dem Hildrizhausener Auktionator Olaf Sigalas nicht umhin. Von 17 Uhr an, kamen die letzten, noch verbliebenen Werke der Schlummernden Schätze unter den Hammer.

Der Erlös von 21 400 Euro soll jetzt helfen, dass Sindelfingen ein Stück kreativer und lebenswerter wird – er kommt direkt der projektbezogenen Arbeit der Bürgerstiftung Sindelfingen zugute. Das Projekt „kreativ statt aggressiv“ startet im November. Großen Anteil daran werden die insgesamt 220 Schlummernden Schätze haben, die in einer beispielhaften Sammelaktion den Weg zur Bürgerstiftung gefunden hatten. 179 Werke wurden aufgrund ihrer Werthaltigkeit später geschätzt. Mit ihrer Spende haben Sindelfingerinnen und Sindelfinger gezeigt, wie wichtig ihnen bürgerschaftliches Engagement ist uns sich tatkräftig an der Arbeit der Bürgerstiftung beteiligt.

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