Bürgerstiftung Sindelfingen
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Bürgerstiftungen bauen Brücken zwischen Kulturen

19. Dezember 2012

Bundesweit sieben Bürgerstiftungen starten mit je 5.000 Euro in den Ideenwettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen

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Berlin/Bad Homburg, 17. Dezember 2012. Die Jury hat entschieden: Sieben Bürgerstiftungen aus Bad Nauheim, Cloppenburg, Holzkirchen, Jena, Köln und Sindelfingen sind in den vierten Ideenwettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen aufgenommen. Jede Stiftung erhält ein Startgeld in Höhe von 5.000 Euro, mit dem sie ab Januar ihre kreativen und innovativen Projektideen zum Jahresthema „Brücken bauen zwischen den Kulturen“ verwirklichen kann. Ende 2013 werden die Juroren die entstandenen Projekte abschließend bewerten. Die drei besten Bürgerstiftungen des Wettbewerbs erhalten dann beim großen Finale im Frühjahr 2014 Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro, um ihre Projekte langfristig zu verankern. 


kompletter Pressebericht
der Initiative Bürgerstiftungen
und Herbert-Quandt-Stiftung

 

 


Pressebericht der SZBZ 


4. Ideenwettbewerb für Bürgerstiftungen
Bürgerstiftung Sindelfingen nimmt teil mit: Ali Baba trifft Baba Jaga 

Märchen, Sagen und Legenden sind Schlüssel zu verschiedenen Kulturen. Auf dieser Erfahrung beruht das interkulturelle Erzählprojekt „Ali baba trifft Baba Jaga“ der Bürgerstiftung Sindelfingen. Es will Migrationsfamilien und deutsche Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter zusammenbringen. Kinder der Goldberg-Kita und der Grundschule Goldberg erzählen Märchen aus ihren jeweiligen Kulturen. Anschließend malen oder basteln sie Märchen-Figuren, spielen Theater und machen Musik. Die Eltern will die Bürgerstiftung nach und nach zum Mitmachen gewinnen. Kulturell bedingte Kommunikationsschranken sollen so abgebaut werden und ein neues Wir-Gefühl in der Gemeinde entstehen. An „Ess-Kultur-Nachmittagen“ präsentieren die Teilnehmer ihre Ergebnisse.
Abschließend veröffentlich die Bürgerstiftung die Geschichten in einem interkulturellen Sindelfinger Märchenbuch.
Kontakt: Jutta Pflieger-Nolting, Rathausplatz 1, 71063 Sindelfingen Tel.: 07031-94800, E-Mail: jutta.pflieger-nolting@t-online.de 


  komplette Projektübersicht der Initiative Bürgerstiftungen 
  und Herbert-Quandt-Stiftung


 

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Sindelfingen malt. Jetzt beginnt der Mappenverkauf.

07. Dezember 2012

Ab Samstag, 8. Dezember können die Malmappen für unsere Aktion „Sindelfingen malt.“ gekauft werden.

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Eine tolle Geschenkidee zum kleinen Preis von nur Euro 3,00! Und natürlich ein tolles Geschenk an sich selbst, wenn man ein Bild unter dem Sindelfinger 750Jahre-Jubiläumsmotto „So viel Geschichte. So viel Zukunft.“ malen und der Bürgerstiftung schenken will.

Verkauft wird ab morgen bei: Buchhandlung Röhm und i-Punkt in der Galerie Sindelfingen, Marktplatz Sindelfingen.
Machen Sie mit. Malen Sie mit! Ihre Bilder werden im Jahr 2013 ausgestellt und verkauft zur Unterstützung unserer Projekte „kreativ statt aggressiv“.

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5-jähriges Jubiläum der Bürgerstiftung

06. Dezember 2012

„Wir haben allen Grund zum feiern!“, Professor Hubbert hat in seiner „Jubiläumsrede“…

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…die ersten fünf Jahre Bürgerstiftung mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Der Rückblick auf Vergangenes kann stolz machen, denn seit der Gründung ist das Stiftungskapital kräftig gewachsen und es konnten viele wunderbare Projekte finanziert und initiiert werden.  Gefeiert wurde am „Gründungstag“ 3. Dezember 2012 bei den Stadtwerken Sindelfingen, die als einer der Gründungsstifter in die Gastgeberrolle schlüpften. Gemeinsam mit Stiftern, Freunden und Förderern wurde das Jubiläum gefeiert und mit Köstlichkeiten aus dem Hause Erickson „garniert!“ Dank an die Sponsoren, an die Gäste und an die Redner!

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Weinen-Lachen-Heiraten

25. November 2012

Das deutsch-türkische 3-Generationen Projekt
Alte Koffer – Neue Träume: Eski bavullar – Yeni rüyalar!“ präsentiert:

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Weinen-Lachen-Heiraten
ein tragikomisches Theaterstück zu 50 Jahren Migrationserfahrungen.

Deutsche Heiratswillige feiern vor der Hochzeit den Junggesellen- bzw. Junggesellinnen-Abend, um ein letztes Mal so zu feiern, wie sie befürchten, bald nicht mehr feiern zu dürfen. Und türkisch-stämmige Familien verabschieden die Braut am Vorabend der Hochzeit mit dem Henna-Abend. Was aber passiert, wenn nun ein Deutscher eine Türkin heiratet? Da können Missverständnisse zwischen den Familien nicht ausbleiben. Missverständnisse darüber, wie man sich am besten auf dieses Hochzeitsfest vorbereitet. Aber wenn alle der Wille einigt, eine schöne Hochzeit zu feiern, kommt es trotz einiger Turbulenzen wahrscheinlich doch zu einem Happyend.

Dies ist der Stoff von „Weinen-Lachen-Heiraten: Ablamak-Gülmek-Evlenmek“. Der Stoff, aus dem 25 deutsche und türkisch-stämmige Akteure mit den Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Anke Marx und Annette von der Mülbe ein Theaterstück entwickelt haben. Dabei ist der Henna-Abend Anlass für die drei Generationen türkisch-stämmiger Einwanderer und Deutscher, sich in Erinnerung zu rufen, wie das denn damals war, vor 50 Jahren, als die ersten Männer oder Frauen alleine nach Deutschland in ein ihnen ganz und gar fremdes Land kamen: Wie war der Abschied, wie die Ankunft? Wie fand man sich dann zurecht, wenn man die Sprache überhaupt nicht kannte? Und wie war das am Arbeitsplatz? Erinnerungen tauchen auf, Erinnerungen, die es wert sind, dass sie mit starken Bildern und Emotionen in unserem kollektiven Gedächtnis einen Platz finden.

Dieses Theaterstück geht hervor aus dem deutsch-türkischen 3-Generationen Kulturprojekt der Bürgerstiftung Sindelfingen, die damit als eine der bundesweit 8 Bürgerstiftungen ausgewählt wurde, teilzunehmen an dem Ideenwettbewerb „Brücken bauen zwischen den Generationen“ der Herbert Quandt-Stiftung.

Die Aufführungen fanden unter großem Beifall am Freitag, 23. Nov.2012 und Samstag, 24. Nov. 2012 in der Aula des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen statt.

Wir danken den zahlreichen Besucher für Ihr Kommen und das Interesse für dieses außergewöhliche Theaterstück.
Ganz herzliche Grüße Doris Hirsch, Siegbert Hirsch und Uli Mülbe

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Sindelfingen malt

24. November 2012

Mach dir ein Bild von deiner Stadt“ Die Bürgerstiftung startet zum Stadtjubiläum 2012 gemeinsam mit der SZ/BZ die Aktion „Sindelfingen malt“.

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Unter dem Motto „So viel Geschichte – so viel Zukunft“ kann sich einmal jeder ein Bild von seiner Stadt machen.
Ab Ende November gibt es an verschiedenen Standorten wie der Buchhandlung Röhm, in der Galerie der Stadt und bei der Information im BreuningerLand Sindelfingen Mal-Mappen der Aktion zu kaufen. Malen können Einzelpersonen, Familien, aber auch Kindergartengruppen, Schulklassen, Vereine und andere Gruppen – jeder, der gerne malt. Die Bilder werden der Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt. Letzter Abgabetermin ist hierfür der 13. Oktober 2013.

Die im Rahmen der Malaktion entstandenen Bilder werden zum Stadtjubiläum 750 Jahre Sindelfingen im September 2013 im BreuningerLand Sindelfingen und zum Abschluss bei einer Ausstellung in der Galerie der Stadt Sindelfingen präsentiert.
In beiden Ausstellungen stehen die Bilder zum Verkauf. Das ist ausdrücklich erwünscht, denn der Erlös des Bilderverkaufs kommt der gemeinnützigen Arbeit der Bürgerstiftung Sindelfingen zu Gute.

Wie man unterstützen kann? Indem man Mal-Mappen kauft. Für Freunde, Nachbarn, Kollegen oder sich das Malen einfach selbst gönnt. Der Verkaufsbeginn der Mappen startet am 8. Dezember in der Buchhandlung Röhm und i-Punkt in der Galerie Sindelfingen.

Siehe auch Presseartikel „Mach Dir ein Bild von Deiner Stadt“

Kommentare:

  1. Doris Leddin sagt:

    Liebe Frau Seegers,
    das freut uns sehr, dass die „Freien Maler“ an der Aktion teilnehmen möchten und wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse. Zu Ihren Fragen: die Aktion läuft erst gegen Ende des Jahres an … das heißt, Sie haben genug Zeit, die Bilder zu erstellen. Die erste Ausstellung im Breunungerland ist im September 2013. In der Mappe sind drei Blatt Papier enthalten. Zum Testen und „Ausprobieren“ – aber natürlich auch für den Fall, dass der Künstler mehrere Bilder einreichen möchte. Es handelt sich um nur eine Papiersorte – diese ist jedoch für die wichtigsten Maltechniken geeignet. Wir haben eine Künstlerin beauftragt, das Papier mit Aquarell, Öl, Acryl sowie diversen Stiften und für Collagen zu testen .. das ging alles wunderbar! Wir freuen uns über Ihr Interesse – bitte setzen Sie sich direkt mit Frau Göppner in der Geschäftstelle in Verbindung.

    Herzlich grüßt
    Doris Leddin – Zeitstifterin und verantwortlich für die Kommunikationsmittel der Bürgerstiftung

  2. Marion Seegers sagt:

    Sehr geehrte Frau Göpper,

    wir als Malgruppe „Die Freien Maler“ der Seniorenakademie Goldberg sind interessiert, an der Aktion „Sindelfingen malt“teilzunehmen, wundern uns jedoch über den ersten Ausstellungstermin im BreuningerLand im September, wenn als Abgabetermin der 13. Oktober 2013 angegeben ist. Wie soll das funktionieren?
    Ausserdem ist uns nicht klar, wie der Maluntergrund in den Mappen für alle Malarten geeignet sein kann. Unserer Erfahrung nach ist zumindest für Aquarell und Acryl/Öl unterschiedliches Malmaterial erforderlich.

    Ende November werden wir dann sehen, wie die Malmappe aussieht.

    Ihnen viel Erfolg und beste Grüsse

    Marion Seegers

  3. Marion Seegers sagt:

    Sehr geehrte Frau Göpper,
    die Malgruppe „Freie Maler“ der Seniorenakademie Goldberg möchte sich an der Malaktion zum Stadtjubiläum beteiligen. Sowohl in dem Artikel in der Sindelfinger Zeitung im September als auch in Ihren obigen Ausführungen wird erwähnt, die Bilder würden im September zum ersten Mal ausgestellt. Wie soll das funktionieren, wenn Abgabetermin erst zum 13. Oktober 2013 ist??? Und noch eine Frage: Werden die Malmappen denn Papier/Pappe/Leinwand enthalten, das für alle Malarten (Aquarell, Acryl und sonstige) geeignet ist? Eigentlich braucht es für jede Art Malmittel spezielle Untergründe.
    Ich denke, eine Überarbeitung der Angaben wäre hilfreich.
    Vielen Dank und viel Erfolg zu der Aktion!
    Beste Grüsse
    Marion Seegers

  4. Sehr geehrte Frau Nagel,

    vielen Dank für ihren Kommentar. Wir freuen uns sehr darüber mit dieser Aktion ihr Interesse geweckt zu haben. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden. Sie erreichen mich unter Tel.: 07031/94-800 bzw. per mail info@buergerstiftung-sindelfingen.de.

    Mit freundlichen Grüßen

    Regine Göppner
    – Geschäftsstelle der Bürgerstiftung –

  5. Hallo,
    ich möchte gern an der Aktion „Sindelfingen malt“ der Bürgerstiftung zum Stadtjubiläum teilnehmen. Unter dem Motto “So viel Geschichte – so viel Zukunft”. Diese Thema spricht mich an. Ich finde, dass es eine gute Sache ist. Somit kann ich auch in der Bürgerstiftung Sindelfingen mitwirken.

    Grüsse,
    Elisabeth Nagel

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Bürgerstiftung Sindelfingen: „Alte Koffer – Neue Träume“ – Generationentheater

06. Oktober 2012

Bürgerstiftung Sindelfingen präsentiert sich am Tag der Bürgerstiftung in Bielefeld

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Einst hatten sie ihre Koffer gepackt und waren nach Deutschland aufgebrochen, um hier als Gastarbeiter Geld zu verdienen. Welche Vorstellungen, welche Träume sie damals wohl hatten? Diese Frage greift das Projekt „Alte Koffer – neue Träume“ auf. Vier Generationen, Deutsche und Türken, sind zusammengekommen, um die Erinnerungen der Älteren mit den Erfahrungen der Jüngeren zusammenzuführen. Bei bislang fünf Themenabenden tauschten sie sich bei türkischen Gerichten und türkischer Musik aus, betrachteten alten Fotos, schwelgten in Erinnerungen – und gewannen so ganz neue Erkenntnisse. Die Älteren erfuhren, wie sich die Jungen in dem Land, das sie gewählt haben, heute fühlen. Für die Jüngeren war das Projekt Anlass, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Zusammen mit einer Theaterpädagogin haben sie aus den Erinnerungsfetzen eine Geschichte entwickelt. „Bei der Arbeit an dem Stück ist allen Beteiligten bewusst geworden, wie sehr sich ihre Identität verändert hat“, sagt Jutta Pflieger-Nolting von der Bürgerstiftung Sindelfingen. Im Herbst wird das Stück in Sindelfingen uraufgeführt.

Kontakt: Jutta Pflieger-Nolting, Bürgerstiftung Sindelfingen, Telefon: 07031-94800, info@buergerstiftung-sindelfingen.de, www.buergerstiftung-sindelfingen.de

 

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Finale im 3. Ideenwettbewerb für Bürgerstiftungen

06. Oktober 2012

Die Bürgerstiftung Sindelfingen präsentiert neben sieben weiteren Bürgerstiftungen, was sie mit 5.000 Euro zum Thema  „Brücken bauen zwischen den Generationen“ gemacht haben

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Nachdem sich acht Bürgerstiftungen für das Finale des diesjährigen Ideenwettbewerbs der Initiative Bürgerstiftungen und der Herbert Quandt-Stiftung qualifiziert und 5.000 Euro Startgeld erhalten hatten, ging es während der letzten neun Monate darum, diese Ideen in die Praxis zu überführen. Auf dem sogenannten „Markt der Möglichkeiten“ in Bielefeld haben sie nun ihre Ergebnisse vorgestellt. Die unabhängige Jury, die mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Non-Profit-Sektor besetzt ist, wird im Dezember entscheiden, welche Projekte auf den ersten drei Plätzen landen. Die Gewinner-Bürgerstiftungen erhalten zusammen noch einmal 30.000 Euro, um ihre Projekte dauerhaft zu verankern.
Seit 2010 rufen die Initiatoren des Ideenwettbewerbs Bürgerstiftungen dazu auf, „Brücken zwischen den Menschen zu bauen“, indem sie zu den jeweiligen Jahresthemen Projekte starten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. 2011 lautet das Ziel, Brücken zwischen verschiedenen sozialen Milieus zu schlagen. Die nächste Ausschreibung für den Ideenwettbewerb 2013 soll motivieren, verschiedene kulturelle Milieus zu verbinden.
„Ob Bildungschancen, Aufstiegsmöglichkeiten, Wohngebiete oder Einkommen: Immer mehr Indikatoren zeigen, dass sich die deutsche Gesellschaft auseinanderentwickelt, der gesellschaftliche Zusammenhalt insgesamt bedroht ist“, sagt Prof. Dr. Burkhard Küstermann, Leiter der Initiative Bürgerstiftungen. „Bürgerstiftungen sind geeignete Akteure, dem etwas entgegenzusetzen, denn sie wirken da, wo sich diese Entwicklungen manifestieren: auf der lokalen Ebene.“
Dr. Roland Löffler, Leiter des Themenfelds „Bürger und Gesellschaft“ bei der Herbert Quandt-Stiftung in Berlin ergänzt: „Die Bürgerstiftungen, die beim Ideenwettbewerb im Finale stehen, beweisen, wie sich gute Ideen mit etwas Geld und viel Engagement schon in relativ kurzer Zeit in die Tat umsetzen lassen. Und sie führen vor Augen, was für einen Gewinn dieses Engagement für die Gesellschaft bedeutet.“
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ informierten die Bürgerstiftungen über ihre Projekte und präsentierten einen Zwischenstand:

Bürgerstiftung Sindelfingen: „Alte Koffer – Neue Träume“ – Generationentheater
Einst hatten sie ihre Koffer gepackt und waren nach Deutschland aufgebrochen, um hier als Gastarbeiter Geld zu verdienen. Welche Vorstellungen, welche Träume sie damals wohl hatten? Diese Frage greift das Projekt „Alte Koffer – neue Träume“ auf. Vier Generationen, Deutsche und Türken, sind zusammengekommen, um die Erinnerungen der Älteren mit den Erfahrungen der Jüngeren zusammenzuführen. Bei bislang fünf Themenabenden tauschten sie sich bei türkischen Gerichten und türkischer Musik aus, betrachteten alten Fotos, schwelgten in Erinnerungen – und gewannen so ganz neue Erkenntnisse. Die Älteren erfuhren, wie sich die Jungen in dem Land, das sie gewählt haben, heute fühlen. Für die Jüngeren war das Projekt Anlass, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Zusammen mit einer Theaterpädagogin haben sie aus den Erinnerungsfetzen eine Geschichte entwickelt. „Bei der Arbeit an dem Stück ist allen Beteiligten bewusst geworden, wie sehr sich ihre Identität verändert hat“, sagt Jutta Pflieger-Nolting von der Bürgerstiftung Sindelfingen. Im Herbst wird das Stück in Sindelfingen uraufgeführt.
Kontakt: Jutta Pflieger-Nolting, Bürgerstiftung Sindelfingen, Telefon: 07031-94800, info@buergerstiftung-sindelfingen.de, www.buergerstiftung-sindelfingen.de

Bürgerstiftung Augsburg: „K.i.E.S. – Kinder, Eltern, Senioren – Gewinn für alle Generationen“
Für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern stellt schon der Schuleinstieg eine Hürde dar. Besonders sichtbar wird das an sozialen Brennpunkten wie der Augsburger Löweneckschule. Manchmal sind es vermeintliche Kleinigkeiten: „Viele Eltern mit Migrationshintergrund wissen zum Beispiel nicht, was eine Schultüte ist“, sagt Susanne Puhle, Mitglied im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Augsburg. In schwerer wiegenden Fällen geht es darum, dass manche Eltern, sich gar nicht mit dem Schulsystem auskennen, nicht wissen, worauf es ankommt. Um hier gegenzusteuern, hat die Bürgerstiftung das Projekt „Ki.E.S.“ gestartet. Kinder und Eltern erhalten hier praktische Hilfestellungen – von Senioren, Patenoma oder -opa genannt, die gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften und Stadtteilmüttern jede Woche etwas von ihrem Wissen weitergeben. „Für die ‚Großeltern’ ist es eine große Freude, zu helfen und zu spüren, dass sie gebraucht werden “, sagt Puhle.
Kontakt: Susanne Puhle, Bürgerstiftung Augsburg, Telefon: 0821-64746, info@buergerstiftung-augsburg.de, www.buergerstiftung- augsburg.de

Bürgerstiftung Berlin: „Die Zauberlehrlinge“
Schon Grundschulkinder können sich für physikalische Zusammenhänge begeistern, besonders wenn es ans Experimentieren geht. Seit Jahren schickt die Bürgerstiftung Berlin pensionierte Ingenieure, Physiker und Lehrer in Berliner Schulen, um bei den Schülern Interesse für die „Zauberhafte Physik“ zu wecken. Für den Ideenwettbewerb hat die Bürgerstiftung das Projekt um die „Zauberlehrlinge“ erweitert. Einbezogen wurden Auszubildende namhafter Unternehmen und des SOS-Berufsbildungszentrums Berlin. Sie treten nun ebenfalls als Paten auf. „Es war ohnehin nicht mehr möglich, genug Pensionäre zu finden, die bereit sind, Schülern die Wunder der Physik nahezubringen“, wie Uta Jankowsky von der Bürgerstiftung Berlin erklärt. Diese Erweiterung hat verschiedene Vorteile: Die Auszubildenden sind näher dran an den Kleinen, treten als Vorbilder auf und zeigen darüber hinaus, welche beruflichen Wege Physikinteressierten offenstehen. Zugleich versetzt sie das Projekt in eine Doppelrolle: Einerseits bringen sie etwas bei und schulen so ihre didaktischen Fähigkeiten, andererseits lernen sie selbst von den älteren Physikpaten: unter anderem Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein.
Kontakt: Dr. Helena Stadler, Bürgerstiftung Berlin, Telefon: 030-83228113, h.stadler@buergerstiftung-berlin.de, www.buergerstiftung-berlin.de

Bürgerstiftung Düren: „Von 9-99: Das Orchester“
Mit so viel Widerstand hatte sie nicht gerechnet. Nachdem Dr. Gisela Hagenau von der Bürgerstiftung Düren ihr Vorhaben publik gemacht hatte, musste sie erstmal die Wogen glätten. Als generationsübergreifendes Projekt für den Ideenwettbewerb wollte sie ein Orchester auf die Beine stellen, in dem nicht nur Profis und Laien Seite an Seite spielen, sondern auch Angehörige aller Generationen gemeinsam musizieren; ein Orchester von 9 bis 99 eben. „Die Idee war, durch die Proben eine verbindende Basis zu schaffen. Die Musizierenden sollten voneinander lernen und die Stücke gemeinsam erarbeiten“, sagt Hagenau. Doch in Düren gab es Bedenken, das übergreifende Orchester könnte die anderen Laienorchester zerstören. So musste Gisela Hagenau viel Überzeugungsarbeit leisten, bis ihr Orchester Akzeptanz fand. Schließlich hat es geklappt. Seit einiger Zeit proben die 85 Orchestermitglieder – mit beispielsweise acht Flöten und fünf Klarinetten ganz unorthodox zusammengestellt, weil man niemanden abweisen wollte – schon erfolgreich Stücke von Mendelssohn, Ausschnitte aus der Oper „Hänsel und Gretel“ und verschiedene Weihnachtslieder. Und gemeinsam fiebern sie auch auf den großen Augenblick hin: das Weihnachtskonzert im Dezember.
Kontakt: Dr. Gisela Hagenau, Bürgerstiftung Düren, Telefon: 02421-208080, info@buergerstiftung-dueren.de, www.buergerstiftung-dueren.de

Stiftung Bürger für Leipzig: „Video der Generationen – Engagement von Jung und Alt“
„Wir haben bewusst provoziert, um die Leute wachzurütteln“, sagt Angelika Kell, Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Bürger Leipzig. Als Beitrag zum Ideenwettbewerb hat die Bürgerstiftung freche Videos produziert, die ältere Menschen dazu anregen sollen, sich zu engagieren. Sie zeigen zum Beispiel, dass das Leben zu schade ist, um im Alter „Löcher in den Käse zu bohren“. Die Botschaft ist klar: Es braucht mehr ehrenamtlich Tätige. „Gerade Senioren können sich noch mehr mit ihren Fähigkeiten einbringen“, wie Dr. Regina Liebold ergänzt. Der Brückenschlag zwischen den Generationen erfolgt auf zwei Arten: Die Ideen zu den Filmen hat die Bürgerstiftung mit dem Medienclub „Leipziger Löwen“ entwickelt und umgesetzt. Dort engagieren sich Menschen zwischen 23 und 79 Jahren; wichtigstes Ziel ist der generationenübergreifende Austausch. Zum anderen kommen ältere Menschen, wieder mit Jüngeren in Kontakt, wenn sie sich engagieren. Gezeigt werden die drei Spots im öffentlichen Raum, etwa in der Leipziger U-Bahn. Sie können aber auch von anderen Bürgerstiftungen verwendet werden.
Kontakt: Angelika Kell, Stiftung Bürger für Leipzig, Telefon: 0341-9601530, angelika.kell@buergerfuerleipzig.de, www.buerger-fuer- leipzig.de

Bürgerstiftung Kinder- und familienfreundliches Melsungen: „Familiendorf Röhrenfurth“
Unterstützt von der Bürgerstiftung Melsungen ist seit 2010 das „Familiendorf Röhrenfurth“ entstanden, das sich zum Treffpunkt für den ganzen Stadtteil entwickelt hat. Das Familiendorf ist eine Kooperation zwischen Schulen, Kindergärten und einem Kindergartenverein. Jung und Alt kommen, um gemeinsam zu spielen, zu basteln oder zu kochen. Auch Ausflüge stehen auf dem Programm. Ein Höhepunkt dieses Jahres war der Besuch der Documenta in Kassel. In Windeseile hatte sich das Projekt herumgesprochen. „Werbung mussten wir nicht machen. Das ist aber auch der Vorteil der geringen Einwohnerzahl von Röhrenfurth“, sagt Karin Plehnert-Helmke, die in dem Projekt mitarbeitet. Entstanden ist die Idee zur Eigeninitiative übrigens, weil es zuvor in Röhrendorf nachmittags zu wenige Betreuungsplätze für Kinder gab. Nun ist das Projekt zum „Selbstläufer“ geworden, wie Plehnert-Helmke sagt. „Leute, die sich hier engagieren wollen, stehen mittlerweile Schlange.“ Und die älteste Engagierte ist stolze 90 Jahre alt.
Kontakt: Doris Ilgen, Bürgerstiftung Kinder- und familienfreundliches Melsungen, Telefon: 05661-9261931, poststelle@g.roehrenfurth.schulverwaltung.hessen.de, www.melsungen-foerdert.de

Bürgerstiftung Nürnberg: „Sinnesgarten für Alt und Jung“
Wo bis vor kurzem Pflastersteine lagen, blühen jetzt Kräuter, sprießt Gras, sind kunstvoll Wege angelegt. Auf Initiative der Bürgerstiftungen Nürnberg haben die Schüler der 7. Klasse einer Mittelschule gemeinsam mit Tagespatienten einer Pflegeeinrichtung der Caritas für demenzkranke Senioren einen Parkplatz in einen Garten verwandelt. Der Garten soll alle Sinne ansprechen: durch den Duft der Pflanzen, die Schönheit der Blüten, den Geschmack der Kräuter, das Rascheln des Windes in den Blättern. Das Ergebnis ist erstaunlich: „Wenn die demenzkranken Patienten die Kräuter sehen und an ihnen riechen, erinnern sie sich häufig an deren längst vergessenen Namen“, sagt Karin Eisgruber von der Bürgerstiftung Nürnberg. Überhaupt konnten die alten Herrschaften schon bei der Umsetzung mithelfen, haben sich regelrecht als „Baustellenleiter“ betätigt und den Schülerinnen und Schülern, die den Garten anlegten, gesagt, was wo hin muss. Auch für die Schüler war es eine bereichernde Erfahrung. Sie haben Einblicke in das Leben der Tagespatienten bekommen. Man könnte meinen, das sei abschreckend, „tatsächlich kommen sie aber unglaublich gerne“, fügt Eisgruber hinzu.
Kontakt: Karin Eisgruber, Bürgerstiftung Nürnberg, Telefon: 0911-6604557, info@buergerstiftung-nuernberg.de, www.buergerstiftung- nuernberg.de

Bürgerstiftung Wiesloch: „Pluspunkt Alter“

Bürgerstiftungen mit klarem Profil können mehr bewirken. „Deshalb wollten wir einen Schwerpunkt setzen“, sagt Dr. Johann Gradl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung. Entstanden ist der „Pluspunkt Alter“, der sich durch systematisches Vorgehen auszeichnet. Zunächst trommelte die Bürgerstiftung verschiedene Organisationen, die mit alten Menschen arbeiten, zusammen. Sie fand heraus, wo es welche Bedarfe gibt. „Schnell stand fest, dass es ein Problem gibt, das die anderen nicht so einfach lösen können: die Einsamkeit älterer Menschen“, sagt Gradl. Über Anzeigen und ihr Netzwerk rekrutierte die Bürgerstiftung Freiwillige. Auf Personen, die sich einsam fühlten, kam sie meist über Dritte, zum Beispiel Nachbarn, schließlich ist Einsamkeit kein Thema, über das Betroffene gerne sprechen. In Schulungen wurden die Freiwilligen dann auf ihren Einsatz vorbereitet. Geklärt wurden nicht nur Rechtsfragen, sondern etwa auch, wo die Grenzen der Tätigkeit verlaufen. Danach stellten die Projektmitarbeiter den Kontakt her. Nun erhalten in Wiesloch zahlreiche ältere Menschen regelmäßig Besuch von Jüngeren, die froh sind, helfen zu können. Bei Besuchen in Altersheimen kam außerdem heraus, dass es häufig an der einen oder anderen Kleinigkeit mangelt. Die Lösung: Die Bürgerstiftung organisierte einen Hilfsdienst, der kleine Besorgungen erledigt.
Kontakt: Dr. Johann Gradl, Bürgerstiftung Wiesloch, Telefon: 06222-383874, dr.johann.gradl@googlemail.com, www.buergerstiftung- wiesloch.de

Die Initiative Bürgerstiftungen ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 zentrales und unabhängiges Kompetenzzentrum für Bürgerstiftungen und Initiativen zu deren Gründung in Deutschland. Angeschlossen an den Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt sie die Idee der Bürgerstiftungen in den Medien und gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit.

Die Herbert Quandt-Stiftung setzt sich für die Stärkung einer freiheitlichen und solidarischen Gesellschaft ein. Mit ihrem Wirken will sie Menschen anregen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten und Verantwortung für sich und für das Gemeinwesen zu übernehmen.

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Bürgerstiftung erhält erneut Gütesiegel

IBS Gütesiegel 2011 bis 2013
03. Oktober 2012

Zum Tag der Bürgerstiftung 2012 in Bielefeld wurde der Bürgerstiftung Sindelfingen das Gütesiegel zum dritten Mal in Folge verliehen.

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 Das Gütesiegel, vom Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verliehen, geht an Stiftungen, deren Satzungen die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“ erfüllen und wirtschaftlich und politisch unabhängig agieren.

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