Bürgerstiftung Sindelfingen
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„Briefe von Müttern und Töchtern“ 

03. Oktober 2016

Szenische Lesung aus dem preisgekrönten Theaterstück Alte Koffer-neue Träume

Alte Koffer – Neue Träume: Das war im Jahr 2012 der Titel eines Theaterprojektes über 50 Jahre Migrationserfahrungen, das die Bürgerstiftung Sindelfingen initiiert hatte.

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Aus den Berichten und Erzählungen der 24 Teilnehmer entstand das Theaterstück „Lachen, Weinen, Heiraten“, das ein großes Publikum begeisterte und bei einem Wettbewerb der Herbert-Quandt-Stiftung den ersten Preis gewann.
Mit dem Preisgeld und dank der Unterstützung der Daimler AG konnte das Projekt fortgeführt werden und so entstand die Idee einer Schreibwerkstatt, in der die SpielerInnen ihre Geschichten selbst aufschreiben konnten. Die Ergebnisse dieses kollektiven Schreibens haben die Regisseurinnen Annette von der Mülbe und Anke Marx zu einer szenischen Lesung zusammengestellt, die im Juni 2015 Premiere feierte. Die „Briefe von Müttern und Töchtern“ zeigen in eindrücklichen, berührenden und komischen Szenen die Geschichten von drei Generationen und wie die einstige Entscheidung der Großmutter, die Heimat zu verlassen, um in der Fremde zu arbeiten, auch das Leben von Mutter und Tochter bestimmen sollte …

Erhalten Sie einen ersten Eindruck des Theaterstücks durch unseren Trailer:

alte-koffer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Theaterstück kann von Firmen, sozialen Einrichtungen, bildungspolitischen Institutionen, Schulen etc. gebucht werden:

•               Aufführungsdauer ca. 1 Std.
•               für ca. 30-40 Zuschauer
•               keine besonderen räumlichen oder technischen Voraussetzungen nötig
•               Termine nach Vereinbarung
•               Keine Kosten – Spenden sind willkommen und werden gerne angenommen

Kontakt:
Theater- und Medienpädagogin
Anke Marx
0711 / 34 21 85 67
anke@marxanda.de
oder die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Sindelfingen.

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Die Bürgerstiftung Sindelfingen gewinnt mit deutsch-türkischem Theater-Projekt

20. Februar 2013

Berlin, 20. Februar 2013: Bei einem Festakt im Beisein von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert haben die Herbert Quandt-Stiftung…

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…und die Initiative Bürgerstiftungen am Mittag in Berlin die Gewinner des 3. Ideenwettbewerbs für Bürgerstiftungen ausgezeichnet.

Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis ging an die Bürgerstiftung Sindelfingen.
„Alte Koffer – neue Träume: Eski Bavullar – Yeni rüyalar!“ heißt das biographische Theater-Erzähl-Projekt, mit dem die Schwaben Brücken zwischen Generationen und Kulturen bauten. Dreißig Sindelfinger mit deutschen und türkischen Wurzeln, von den Großeltern bis zum Ur-Enkel, führte die Bürgerstiftung zusammen. Diese lernten einander kennen und erkundeten gemeinsam ihre Lebensgeschichten, von der Zeit der „Gastarbeiter“-Generation bis heute. Ihre Erinnerungen verarbeiteten die Teilnehmer künstlerisch in Erzählungen und szenischen Improvisationen. So entstand ein biographisches Theaterstück, in dem sie sich selbst und zugleich fünfzig Jahre deutsch-türkischer Geschichte darstellten. Die Jury lobte die geschickte Verbindung intergenerationeller und interkultureller Aspekte: „Die Bürgerstiftung Sindelfingen schafft Begegnung auf Augenhöhe. Sie hat ein nachhaltiges Konzept erarbeitet, das sich auf andere Orte und Bürgerstiftungen übertragen lässt.“

Foto: Marc Darchinger

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Kreis der Gewinnergruppe

Informationen:

swr landesschau, sendung vom 20.02. 19:45 uhr   minute: 7:43-8:52

Herbert Quandt-Stiftung mit einem Bericht zur Preisverleihung
Preisträgerfilm zum Projekt
Veranstaltungsbroschüre der Preisverleihung der Herbert Quandt-Stiftung
Pressemitteilung der Initiative Bürgerstiftungen

Kommentare:

  1. Lorenz Widmaier sagt:

    Auch von meiner Seite aus herzliche Glückwünsche zu diesem tollen Erfolg!

  2. peter.braumann sagt:

    Einen ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem wohlverdienten Preis. Eine grandiose Leistung aller Mitwirkenden. In großer Hoffnung, dass wir das Stück bald einmal wieder sehen können.

  3. Doris Leddin sagt:

    Der Wahnsinn … wenn ich mir vorstelle, wie das alles begann … die ersten Treffen und der Austausch zwischen den Generationen und den Kulturen, das langsame Hineinfinden in die Umsetzung in eine Theaterstück. Die Begeisterung, mit der die Laien auf der Bühne überzeugt und tief bewegt haben, die wirklich gelungene Umsetzung durch die Regisseure und Projektbeteiligten .. das alles hat seinen Preis, den ersten Preis, verdient. Wir dürfen uns freuen!

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„Alte Koffer – Neue Träume“ – Jetzt auch in Berlin

11. Februar 2013

Die Bürgerstiftung Sindelfingen wurde als eine von 8 Bürgerstiftungen Deutschlands ausgewählt,…

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…mit ihrem deutsch-türkischen 3-Generationen Kultur-Projekt „Alte Koffer – Neue Träume: Eski bavullar-Yeni rüyalar!“ an dem Ideenwettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung „Brücken bauen zwischen den Generationen“ teilzunehmen und wurde für das Theaterstück gefördert.
Weinen-Lachen-Heiraten
Ağlamak – Gülmek – Evlenmek

das tragikomisches Theaterstück über 50 Jahre Migrationserfahrungen wird nun sogar in Berlin aufgeführt.

Wann?
Montag, 18 Febr. 2013, 19:30 Uhr
Wo?
Tiyatrom – Türkisches Theater Berlin, Alte Jakobstraße 12, 10969 Berlin
Eintrittspreise: 4,00 Euro / ermäßigt 2,00 Euro
Kartenvorverkauf: 030 / 615 20 20

Flyer als download

 

 

 

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NOCH EINMAL: „Alte Koffer – Neue Träume“

25. Januar 2013

Das Erfolgsstück des deutsch-türkischen 3-Generationen Projekts wird aufgrund der hohen Nachfrage nochmals aufgeführt.

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Alte Koffer – neue Träume:
Eski bavullar – Yeni rüyalar! 

präsentiert
Weinen-Lachen-Heiraten
Aglamak – Gülmek – Evlenmek
das tragikomische Theaterstück über 50 Jahre Migrationserfahrungen.

Donnerstag, 07. Februar 2013, 20:00 Uhr
Freitag, 08. Februar 2013, 20:00 Uhr
Wo?
Aula Goldberg-Gymnasium, Frankenstraße Sindelfingen

 

Dieses deutsch-türkische Theaterstück ist etwas ganz Besonderes:

Das Theaterstück entstand aus den persönlich erlebten Erfahrungen von drei Generationen Türkei-stämmiger Einwanderer. Seit Februar diesen Jahres treffen sich bis zu 50 Deutsche und Türkinnen und Türken, um sich gegenseitig erfahrbar zu machen, wie das damals – vor 50 Jahren – war und wie das heute ist. Erfahrbar machen mit allen Sinnen: mit Essen, mit Musik und Tanz, mit alten Fotos und Gegenständen der Erinnerung. Die Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Anke Marx und Annette von der Mülbe formten aus all diesen Erinnerungen ein wunderbares Theaterstück, das zugleich komisch und anrührend ist: Bei der Vorbereitung einer deutsch-türkischen Hochzeit gibt es so allerlei turbulente Missverständnisse. Aber auch wehmütige Erinnerungen werden wach. Wie das Ganze endet, wird natürlich nicht verraten!

 

 

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Weinen-Lachen-Heiraten

25. November 2012

Das deutsch-türkische 3-Generationen Projekt
Alte Koffer – Neue Träume: Eski bavullar – Yeni rüyalar!“ präsentiert:

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Weinen-Lachen-Heiraten
ein tragikomisches Theaterstück zu 50 Jahren Migrationserfahrungen.

Deutsche Heiratswillige feiern vor der Hochzeit den Junggesellen- bzw. Junggesellinnen-Abend, um ein letztes Mal so zu feiern, wie sie befürchten, bald nicht mehr feiern zu dürfen. Und türkisch-stämmige Familien verabschieden die Braut am Vorabend der Hochzeit mit dem Henna-Abend. Was aber passiert, wenn nun ein Deutscher eine Türkin heiratet? Da können Missverständnisse zwischen den Familien nicht ausbleiben. Missverständnisse darüber, wie man sich am besten auf dieses Hochzeitsfest vorbereitet. Aber wenn alle der Wille einigt, eine schöne Hochzeit zu feiern, kommt es trotz einiger Turbulenzen wahrscheinlich doch zu einem Happyend.

Dies ist der Stoff von „Weinen-Lachen-Heiraten: Ablamak-Gülmek-Evlenmek“. Der Stoff, aus dem 25 deutsche und türkisch-stämmige Akteure mit den Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Anke Marx und Annette von der Mülbe ein Theaterstück entwickelt haben. Dabei ist der Henna-Abend Anlass für die drei Generationen türkisch-stämmiger Einwanderer und Deutscher, sich in Erinnerung zu rufen, wie das denn damals war, vor 50 Jahren, als die ersten Männer oder Frauen alleine nach Deutschland in ein ihnen ganz und gar fremdes Land kamen: Wie war der Abschied, wie die Ankunft? Wie fand man sich dann zurecht, wenn man die Sprache überhaupt nicht kannte? Und wie war das am Arbeitsplatz? Erinnerungen tauchen auf, Erinnerungen, die es wert sind, dass sie mit starken Bildern und Emotionen in unserem kollektiven Gedächtnis einen Platz finden.

Dieses Theaterstück geht hervor aus dem deutsch-türkischen 3-Generationen Kulturprojekt der Bürgerstiftung Sindelfingen, die damit als eine der bundesweit 8 Bürgerstiftungen ausgewählt wurde, teilzunehmen an dem Ideenwettbewerb „Brücken bauen zwischen den Generationen“ der Herbert Quandt-Stiftung.

Die Aufführungen fanden unter großem Beifall am Freitag, 23. Nov.2012 und Samstag, 24. Nov. 2012 in der Aula des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen statt.

Wir danken den zahlreichen Besucher für Ihr Kommen und das Interesse für dieses außergewöhliche Theaterstück.
Ganz herzliche Grüße Doris Hirsch, Siegbert Hirsch und Uli Mülbe

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Bürgerstiftung Sindelfingen: „Alte Koffer – Neue Träume“ – Generationentheater

06. Oktober 2012

Bürgerstiftung Sindelfingen präsentiert sich am Tag der Bürgerstiftung in Bielefeld

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Einst hatten sie ihre Koffer gepackt und waren nach Deutschland aufgebrochen, um hier als Gastarbeiter Geld zu verdienen. Welche Vorstellungen, welche Träume sie damals wohl hatten? Diese Frage greift das Projekt „Alte Koffer – neue Träume“ auf. Vier Generationen, Deutsche und Türken, sind zusammengekommen, um die Erinnerungen der Älteren mit den Erfahrungen der Jüngeren zusammenzuführen. Bei bislang fünf Themenabenden tauschten sie sich bei türkischen Gerichten und türkischer Musik aus, betrachteten alten Fotos, schwelgten in Erinnerungen – und gewannen so ganz neue Erkenntnisse. Die Älteren erfuhren, wie sich die Jungen in dem Land, das sie gewählt haben, heute fühlen. Für die Jüngeren war das Projekt Anlass, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Zusammen mit einer Theaterpädagogin haben sie aus den Erinnerungsfetzen eine Geschichte entwickelt. „Bei der Arbeit an dem Stück ist allen Beteiligten bewusst geworden, wie sehr sich ihre Identität verändert hat“, sagt Jutta Pflieger-Nolting von der Bürgerstiftung Sindelfingen. Im Herbst wird das Stück in Sindelfingen uraufgeführt.

Kontakt: Jutta Pflieger-Nolting, Bürgerstiftung Sindelfingen, Telefon: 07031-94800, info@buergerstiftung-sindelfingen.de, www.buergerstiftung-sindelfingen.de

 

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Finale im 3. Ideenwettbewerb für Bürgerstiftungen

06. Oktober 2012

Die Bürgerstiftung Sindelfingen präsentiert neben sieben weiteren Bürgerstiftungen, was sie mit 5.000 Euro zum Thema  „Brücken bauen zwischen den Generationen“ gemacht haben

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Nachdem sich acht Bürgerstiftungen für das Finale des diesjährigen Ideenwettbewerbs der Initiative Bürgerstiftungen und der Herbert Quandt-Stiftung qualifiziert und 5.000 Euro Startgeld erhalten hatten, ging es während der letzten neun Monate darum, diese Ideen in die Praxis zu überführen. Auf dem sogenannten „Markt der Möglichkeiten“ in Bielefeld haben sie nun ihre Ergebnisse vorgestellt. Die unabhängige Jury, die mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Non-Profit-Sektor besetzt ist, wird im Dezember entscheiden, welche Projekte auf den ersten drei Plätzen landen. Die Gewinner-Bürgerstiftungen erhalten zusammen noch einmal 30.000 Euro, um ihre Projekte dauerhaft zu verankern.
Seit 2010 rufen die Initiatoren des Ideenwettbewerbs Bürgerstiftungen dazu auf, „Brücken zwischen den Menschen zu bauen“, indem sie zu den jeweiligen Jahresthemen Projekte starten, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. 2011 lautet das Ziel, Brücken zwischen verschiedenen sozialen Milieus zu schlagen. Die nächste Ausschreibung für den Ideenwettbewerb 2013 soll motivieren, verschiedene kulturelle Milieus zu verbinden.
„Ob Bildungschancen, Aufstiegsmöglichkeiten, Wohngebiete oder Einkommen: Immer mehr Indikatoren zeigen, dass sich die deutsche Gesellschaft auseinanderentwickelt, der gesellschaftliche Zusammenhalt insgesamt bedroht ist“, sagt Prof. Dr. Burkhard Küstermann, Leiter der Initiative Bürgerstiftungen. „Bürgerstiftungen sind geeignete Akteure, dem etwas entgegenzusetzen, denn sie wirken da, wo sich diese Entwicklungen manifestieren: auf der lokalen Ebene.“
Dr. Roland Löffler, Leiter des Themenfelds „Bürger und Gesellschaft“ bei der Herbert Quandt-Stiftung in Berlin ergänzt: „Die Bürgerstiftungen, die beim Ideenwettbewerb im Finale stehen, beweisen, wie sich gute Ideen mit etwas Geld und viel Engagement schon in relativ kurzer Zeit in die Tat umsetzen lassen. Und sie führen vor Augen, was für einen Gewinn dieses Engagement für die Gesellschaft bedeutet.“
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ informierten die Bürgerstiftungen über ihre Projekte und präsentierten einen Zwischenstand:

Bürgerstiftung Sindelfingen: „Alte Koffer – Neue Träume“ – Generationentheater
Einst hatten sie ihre Koffer gepackt und waren nach Deutschland aufgebrochen, um hier als Gastarbeiter Geld zu verdienen. Welche Vorstellungen, welche Träume sie damals wohl hatten? Diese Frage greift das Projekt „Alte Koffer – neue Träume“ auf. Vier Generationen, Deutsche und Türken, sind zusammengekommen, um die Erinnerungen der Älteren mit den Erfahrungen der Jüngeren zusammenzuführen. Bei bislang fünf Themenabenden tauschten sie sich bei türkischen Gerichten und türkischer Musik aus, betrachteten alten Fotos, schwelgten in Erinnerungen – und gewannen so ganz neue Erkenntnisse. Die Älteren erfuhren, wie sich die Jungen in dem Land, das sie gewählt haben, heute fühlen. Für die Jüngeren war das Projekt Anlass, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Zusammen mit einer Theaterpädagogin haben sie aus den Erinnerungsfetzen eine Geschichte entwickelt. „Bei der Arbeit an dem Stück ist allen Beteiligten bewusst geworden, wie sehr sich ihre Identität verändert hat“, sagt Jutta Pflieger-Nolting von der Bürgerstiftung Sindelfingen. Im Herbst wird das Stück in Sindelfingen uraufgeführt.
Kontakt: Jutta Pflieger-Nolting, Bürgerstiftung Sindelfingen, Telefon: 07031-94800, info@buergerstiftung-sindelfingen.de, www.buergerstiftung-sindelfingen.de

Bürgerstiftung Augsburg: „K.i.E.S. – Kinder, Eltern, Senioren – Gewinn für alle Generationen“
Für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern stellt schon der Schuleinstieg eine Hürde dar. Besonders sichtbar wird das an sozialen Brennpunkten wie der Augsburger Löweneckschule. Manchmal sind es vermeintliche Kleinigkeiten: „Viele Eltern mit Migrationshintergrund wissen zum Beispiel nicht, was eine Schultüte ist“, sagt Susanne Puhle, Mitglied im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Augsburg. In schwerer wiegenden Fällen geht es darum, dass manche Eltern, sich gar nicht mit dem Schulsystem auskennen, nicht wissen, worauf es ankommt. Um hier gegenzusteuern, hat die Bürgerstiftung das Projekt „Ki.E.S.“ gestartet. Kinder und Eltern erhalten hier praktische Hilfestellungen – von Senioren, Patenoma oder -opa genannt, die gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften und Stadtteilmüttern jede Woche etwas von ihrem Wissen weitergeben. „Für die ‚Großeltern’ ist es eine große Freude, zu helfen und zu spüren, dass sie gebraucht werden “, sagt Puhle.
Kontakt: Susanne Puhle, Bürgerstiftung Augsburg, Telefon: 0821-64746, info@buergerstiftung-augsburg.de, www.buergerstiftung- augsburg.de

Bürgerstiftung Berlin: „Die Zauberlehrlinge“
Schon Grundschulkinder können sich für physikalische Zusammenhänge begeistern, besonders wenn es ans Experimentieren geht. Seit Jahren schickt die Bürgerstiftung Berlin pensionierte Ingenieure, Physiker und Lehrer in Berliner Schulen, um bei den Schülern Interesse für die „Zauberhafte Physik“ zu wecken. Für den Ideenwettbewerb hat die Bürgerstiftung das Projekt um die „Zauberlehrlinge“ erweitert. Einbezogen wurden Auszubildende namhafter Unternehmen und des SOS-Berufsbildungszentrums Berlin. Sie treten nun ebenfalls als Paten auf. „Es war ohnehin nicht mehr möglich, genug Pensionäre zu finden, die bereit sind, Schülern die Wunder der Physik nahezubringen“, wie Uta Jankowsky von der Bürgerstiftung Berlin erklärt. Diese Erweiterung hat verschiedene Vorteile: Die Auszubildenden sind näher dran an den Kleinen, treten als Vorbilder auf und zeigen darüber hinaus, welche beruflichen Wege Physikinteressierten offenstehen. Zugleich versetzt sie das Projekt in eine Doppelrolle: Einerseits bringen sie etwas bei und schulen so ihre didaktischen Fähigkeiten, andererseits lernen sie selbst von den älteren Physikpaten: unter anderem Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein.
Kontakt: Dr. Helena Stadler, Bürgerstiftung Berlin, Telefon: 030-83228113, h.stadler@buergerstiftung-berlin.de, www.buergerstiftung-berlin.de

Bürgerstiftung Düren: „Von 9-99: Das Orchester“
Mit so viel Widerstand hatte sie nicht gerechnet. Nachdem Dr. Gisela Hagenau von der Bürgerstiftung Düren ihr Vorhaben publik gemacht hatte, musste sie erstmal die Wogen glätten. Als generationsübergreifendes Projekt für den Ideenwettbewerb wollte sie ein Orchester auf die Beine stellen, in dem nicht nur Profis und Laien Seite an Seite spielen, sondern auch Angehörige aller Generationen gemeinsam musizieren; ein Orchester von 9 bis 99 eben. „Die Idee war, durch die Proben eine verbindende Basis zu schaffen. Die Musizierenden sollten voneinander lernen und die Stücke gemeinsam erarbeiten“, sagt Hagenau. Doch in Düren gab es Bedenken, das übergreifende Orchester könnte die anderen Laienorchester zerstören. So musste Gisela Hagenau viel Überzeugungsarbeit leisten, bis ihr Orchester Akzeptanz fand. Schließlich hat es geklappt. Seit einiger Zeit proben die 85 Orchestermitglieder – mit beispielsweise acht Flöten und fünf Klarinetten ganz unorthodox zusammengestellt, weil man niemanden abweisen wollte – schon erfolgreich Stücke von Mendelssohn, Ausschnitte aus der Oper „Hänsel und Gretel“ und verschiedene Weihnachtslieder. Und gemeinsam fiebern sie auch auf den großen Augenblick hin: das Weihnachtskonzert im Dezember.
Kontakt: Dr. Gisela Hagenau, Bürgerstiftung Düren, Telefon: 02421-208080, info@buergerstiftung-dueren.de, www.buergerstiftung-dueren.de

Stiftung Bürger für Leipzig: „Video der Generationen – Engagement von Jung und Alt“
„Wir haben bewusst provoziert, um die Leute wachzurütteln“, sagt Angelika Kell, Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Bürger Leipzig. Als Beitrag zum Ideenwettbewerb hat die Bürgerstiftung freche Videos produziert, die ältere Menschen dazu anregen sollen, sich zu engagieren. Sie zeigen zum Beispiel, dass das Leben zu schade ist, um im Alter „Löcher in den Käse zu bohren“. Die Botschaft ist klar: Es braucht mehr ehrenamtlich Tätige. „Gerade Senioren können sich noch mehr mit ihren Fähigkeiten einbringen“, wie Dr. Regina Liebold ergänzt. Der Brückenschlag zwischen den Generationen erfolgt auf zwei Arten: Die Ideen zu den Filmen hat die Bürgerstiftung mit dem Medienclub „Leipziger Löwen“ entwickelt und umgesetzt. Dort engagieren sich Menschen zwischen 23 und 79 Jahren; wichtigstes Ziel ist der generationenübergreifende Austausch. Zum anderen kommen ältere Menschen, wieder mit Jüngeren in Kontakt, wenn sie sich engagieren. Gezeigt werden die drei Spots im öffentlichen Raum, etwa in der Leipziger U-Bahn. Sie können aber auch von anderen Bürgerstiftungen verwendet werden.
Kontakt: Angelika Kell, Stiftung Bürger für Leipzig, Telefon: 0341-9601530, angelika.kell@buergerfuerleipzig.de, www.buerger-fuer- leipzig.de

Bürgerstiftung Kinder- und familienfreundliches Melsungen: „Familiendorf Röhrenfurth“
Unterstützt von der Bürgerstiftung Melsungen ist seit 2010 das „Familiendorf Röhrenfurth“ entstanden, das sich zum Treffpunkt für den ganzen Stadtteil entwickelt hat. Das Familiendorf ist eine Kooperation zwischen Schulen, Kindergärten und einem Kindergartenverein. Jung und Alt kommen, um gemeinsam zu spielen, zu basteln oder zu kochen. Auch Ausflüge stehen auf dem Programm. Ein Höhepunkt dieses Jahres war der Besuch der Documenta in Kassel. In Windeseile hatte sich das Projekt herumgesprochen. „Werbung mussten wir nicht machen. Das ist aber auch der Vorteil der geringen Einwohnerzahl von Röhrenfurth“, sagt Karin Plehnert-Helmke, die in dem Projekt mitarbeitet. Entstanden ist die Idee zur Eigeninitiative übrigens, weil es zuvor in Röhrendorf nachmittags zu wenige Betreuungsplätze für Kinder gab. Nun ist das Projekt zum „Selbstläufer“ geworden, wie Plehnert-Helmke sagt. „Leute, die sich hier engagieren wollen, stehen mittlerweile Schlange.“ Und die älteste Engagierte ist stolze 90 Jahre alt.
Kontakt: Doris Ilgen, Bürgerstiftung Kinder- und familienfreundliches Melsungen, Telefon: 05661-9261931, poststelle@g.roehrenfurth.schulverwaltung.hessen.de, www.melsungen-foerdert.de

Bürgerstiftung Nürnberg: „Sinnesgarten für Alt und Jung“
Wo bis vor kurzem Pflastersteine lagen, blühen jetzt Kräuter, sprießt Gras, sind kunstvoll Wege angelegt. Auf Initiative der Bürgerstiftungen Nürnberg haben die Schüler der 7. Klasse einer Mittelschule gemeinsam mit Tagespatienten einer Pflegeeinrichtung der Caritas für demenzkranke Senioren einen Parkplatz in einen Garten verwandelt. Der Garten soll alle Sinne ansprechen: durch den Duft der Pflanzen, die Schönheit der Blüten, den Geschmack der Kräuter, das Rascheln des Windes in den Blättern. Das Ergebnis ist erstaunlich: „Wenn die demenzkranken Patienten die Kräuter sehen und an ihnen riechen, erinnern sie sich häufig an deren längst vergessenen Namen“, sagt Karin Eisgruber von der Bürgerstiftung Nürnberg. Überhaupt konnten die alten Herrschaften schon bei der Umsetzung mithelfen, haben sich regelrecht als „Baustellenleiter“ betätigt und den Schülerinnen und Schülern, die den Garten anlegten, gesagt, was wo hin muss. Auch für die Schüler war es eine bereichernde Erfahrung. Sie haben Einblicke in das Leben der Tagespatienten bekommen. Man könnte meinen, das sei abschreckend, „tatsächlich kommen sie aber unglaublich gerne“, fügt Eisgruber hinzu.
Kontakt: Karin Eisgruber, Bürgerstiftung Nürnberg, Telefon: 0911-6604557, info@buergerstiftung-nuernberg.de, www.buergerstiftung- nuernberg.de

Bürgerstiftung Wiesloch: „Pluspunkt Alter“

Bürgerstiftungen mit klarem Profil können mehr bewirken. „Deshalb wollten wir einen Schwerpunkt setzen“, sagt Dr. Johann Gradl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung. Entstanden ist der „Pluspunkt Alter“, der sich durch systematisches Vorgehen auszeichnet. Zunächst trommelte die Bürgerstiftung verschiedene Organisationen, die mit alten Menschen arbeiten, zusammen. Sie fand heraus, wo es welche Bedarfe gibt. „Schnell stand fest, dass es ein Problem gibt, das die anderen nicht so einfach lösen können: die Einsamkeit älterer Menschen“, sagt Gradl. Über Anzeigen und ihr Netzwerk rekrutierte die Bürgerstiftung Freiwillige. Auf Personen, die sich einsam fühlten, kam sie meist über Dritte, zum Beispiel Nachbarn, schließlich ist Einsamkeit kein Thema, über das Betroffene gerne sprechen. In Schulungen wurden die Freiwilligen dann auf ihren Einsatz vorbereitet. Geklärt wurden nicht nur Rechtsfragen, sondern etwa auch, wo die Grenzen der Tätigkeit verlaufen. Danach stellten die Projektmitarbeiter den Kontakt her. Nun erhalten in Wiesloch zahlreiche ältere Menschen regelmäßig Besuch von Jüngeren, die froh sind, helfen zu können. Bei Besuchen in Altersheimen kam außerdem heraus, dass es häufig an der einen oder anderen Kleinigkeit mangelt. Die Lösung: Die Bürgerstiftung organisierte einen Hilfsdienst, der kleine Besorgungen erledigt.
Kontakt: Dr. Johann Gradl, Bürgerstiftung Wiesloch, Telefon: 06222-383874, dr.johann.gradl@googlemail.com, www.buergerstiftung- wiesloch.de

Die Initiative Bürgerstiftungen ist seit ihrer Gründung im Jahr 2001 zentrales und unabhängiges Kompetenzzentrum für Bürgerstiftungen und Initiativen zu deren Gründung in Deutschland. Angeschlossen an den Bundesverband Deutscher Stiftungen vertritt sie die Idee der Bürgerstiftungen in den Medien und gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit.

Die Herbert Quandt-Stiftung setzt sich für die Stärkung einer freiheitlichen und solidarischen Gesellschaft ein. Mit ihrem Wirken will sie Menschen anregen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten und Verantwortung für sich und für das Gemeinwesen zu übernehmen.

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Alte Koffer – Neue Träume

16. September 2012

Alte Koffer – Neue Träume: Eski bavullar-Yeni rüyalar!
Start unserer spannenden gemeinsamen Theaterproduktion

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Liebe türkeistämmige und deutsche MitbürgerInnen und Mitbürger!

Das letzte halbe Jahr haben wir zusammen gegessen, getanzt, gesungen, eifrig diskutiert und viel gelacht!Und vor allem haben wir viele schöne Geschichten und Erinnerungen sammeln können: traurige, nachdenkliche, lustige…Und diese Geschichten wollen wir nun gemeinsam mit Euch auf die Bühne bringen. Wie das gehen soll?

Kommt am Sonntag, den 23.09, von 18 -20 Uhr in den Musiksaal der Werkrealschule Goldberg!

Einladung in türkischer Sprache
Einladung in deutscher Sprache

Denn dort werden wir nun anfangen, unser gemeinsames Theaterstück zu entwickeln. Eine schöne Grundidee für die Handlung haben wir schon, jetzt brauchen wir Euch und Eure Geschichten, damit Ihr sie mit Leben füllt. Mehr wird aber erst am Sonntag verraten! Und bringt auch Eure Freundinnen und Freunde mit, die auch gerne Theater spielen möchten! Wir freuen uns sehr darauf, Euch alle wiederzusehen! Und wir freuen uns sehr, dass nun eine spannende Theaterreise mit Euch beginnt!

Für das Projektteam: Doris Hirsch, Siegbert Hirsch, Ulrich von der Mülbe und die beiden Theaterpädagoginnen: Anke Marx, Annette von der Mülbe

Die Bürgerstiftung Sindelfingen wurde als eine von 8 Bürgerstiftungen Deutschlands ausgewählt, mit ihrem deutsch-türkischen 3-Generationen Kultur-Projekt Alte Koffer – Neue Träume an dem Wettbewerb BRÜCKEN BAUEN ZWISCHEN DEN GENERATIONEN teilzunehmen. Die Erlebnisse und Erfahrungen dieses Theater- und Erzählprojektes  werden wir im Herbst 2012 der Öffentlichkeit präsentierten.

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Biografisches Theater an der GHWR-Schule Goldberg

15. September 2012

„FREMD IST DER FREMDE NUR IN DER FREMDE“ lautet der Titel des spannenden biografischen Theaterstücks, das die Theatergruppe der GHWR-Schule Goldberg selbst entwickelt hat:

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Die Jugendlichen haben Ihre Eltern und Großeltern dazu befragt, wie es damals für sie war, als sie nach Deutschland kamen. Diese Erfahrungen wurden von ihnen in Theaterszenen zusammengefasst.

Das Theater ist Teil des Projekts „Alte Koffer – Neue Träume: Eski bavulla- Yeni rüyalar“, das von der Bürgerstiftung Sindelfingen ins Leben gerufen und mit Unterstützung der Herbert Quandt-Stiftung gefördert wird.
Das außergewöhnliche Ergebnis möchten wir ihnen gerne präsentieren
am Mittwoch, 19. September
um 18.30 Uhr
im Kultur-Pavillon der Stadt Sindelfingen
Calwer Straße 36 (nahe der Calwer Brücke)

Die GHWR Goldberg freut sich über Ihr Kommen.

Telefonische Kartenbestellung: 07031-815162
Eintritt: 3/ermäßigt 2 Euro

 


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